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Baltica wurde Anfang 1996 gegründet. Wir sind -
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aus Deutschland, Estland, Lettland oder Litauen.
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Baltica soll Anlaufstelle für am Baltikum Interessierte,
aber auch für Studenten aus dem Baltikum sein, die hier
leben.
Wir
wollen u. a. durch kulturelle Aktivitäten über die drei
baltischen Staaten informieren und Verständnis für ihre
besondere Lage wecken. Via Baltica ist für alle offen.
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Aktuelles aus dem Baltikum |
Kein Sieger bei
Auftakt zur estnischen Präsidentschaftswahl
Die erste Runde der
Präsidentschaftswahl in Estland hat erwartungsgemäß
keine Entscheidung gebracht. Keiner der beiden Kandidaten
erhielt die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament
in Tallinn. Für Vize-Parlamentspräsident Peeter
Kreitzberg stimmten 40 der 101 Abgeordneten,
während Ex-Ministerpräsident Andres Tarand
38 Stimmen erhielt. Es gilt als weitgehend sicher, daß
der Nachfolger des derzeitigen Staatspräsidenten Lennart
Meri, dessen Amtszeit am 7. Oktober endet, erst
am 21. September von einem eigens dafür einberufenen
Wahlmännergremium unter Hinzuziehung von 266
Kommunalpolitikern bestimmt wird. Meri darf entsprechend
der Verfassung nach zwei Amtszeiten seit 1992 nicht
erneut kandidieren.(28.08.2001)
Rau sagt Lettland
Unterstützung für EU- und NATO-Beitritt zu
Bei einem Kurzbesuch in
Lettland hat Bundespräsident Johannes Rau
der baltischen Republik die volle Unterstützung
Deutschlands bei den Vorbereitungen auf einen Beitritt
zur EU und zur NATO zugesagt. Die Frage der
NATO-Erweiterung war auch ein Hauptthema beim gemeinsamen
Mittagessen Raus mit der lettischen Präsidentin Vaira
Vike-Freiberga, dem litauischen Präsidenten Valdas
Adamkus und Estlands Staatsoberhaupt Lennart
Meri. Jedes Land habe das Recht auf die freie
Wahl von Bündnissen, sagte Rau seinen Amtskollegen in
bilateralen Gesprächen. Anlass für Raus eintägigen
Besuch war die 800-Jahr-Feier der lettischen Hauptstadt
Riga. (19.08.2001)
Jacques Chirac zum
Besuch in Baltikum
Es ist der erste Besuch eines
französischen Präsidenten im Baltikum seit 1992, als
Francois Mitterrand als erstes wesentliches
Staatsoberhaupt in die gerade wieder unabhängig
gewordenen Länder reiste. Zuerst besuchte Jacques
Chirac Litauen, dann Lettland und Litauen. Zum
Abschluß seines Besuches sagte er, daß Frankreich eine
Verantwortung habe, die wirtschaftlichen Beziehungen zu
den drei baltischen Staaten zu verstärken. Alle drei
Länder haben ein großes Potenzial für Handel und
Investitionen. Chirac drückte die Erwartung aus, daß
Estland im kommenden Jahr seine EU-Beitrittsverhandlungen
abschließen und im Jahr 2004 an den Wahlen zum
Europaparlament teilnehmen könne. Der Wunsch der
baltischen Staaten nach einer Mitgliedschaft in der NATO
solle respektiert werden und russische Sorgen über eine
solche Mitgliedschaft seien unbegründet. (28.07.2001)
EU-Kommisar
Verheugen: Lettland vermutlich ab 2004 EU-Mitglied
Lettland ist nach Worten des
EU-Kommisars für die Erweiterung der Gemeinschaft, Günter
Verheugen, "auf dem Weg", an den
Wahlen 2004 zum Europäischen Parlament "als
EU-Mitglied" teilzunehmen. Er sagte bei seinem
dreitägigen Besuch in Lettland weiter: "Lettland
hat andere EU-Kandidaten eingeholt." Verheugen
erwarte einen Abschluß der Verhandlungen bis Ende 2002
und danach "einen schnellen Beitrittsprozeß".
Der baltische Staat sei "ein starker Kandidat für
die erste Erweiterungsrunde". Verheugen sagte,
Lettland erfülle mittlerweile die politischen,
ökonomischen und rechtlichen Kriterien der Union.
Nachholbedarf bestehe besonders im Bereich der
Verwaltung. Er lobte auch die Fortschritte, die Lettland
bei der Integration der russischen Minderheit gemacht
habe. (20.07.2001)
Brazauskas zum
neuen litauischen Regierungschef gewählt
Das litauische Parlament hat
den 68-jährigen Algirdas Brazauskas zum
neuen Ministerpräsidenten gewählt. Sein rechtsliberaler
Vorgänger Rolandas Paksas war am 20.
Juni nach einem Koalitionsbruch zurückgetreten.
Daraufhin war der Ex-Kommunist Brazauskas vom litauischen
Präsidenten Valdas Adamkus per Dekret
nominiert worden. Brazauskas wird eine
Mittelinks-Koalition führen, die aus der
Sozialdemokratischen Partei, deren Vorsitzender
Brauzauskas ist, der Sozialliberalen Union und der
Fraktion unabhängiger Parlamentarier besteht. Brazauskas
war von 1988 bis 1990 Chef der Kommunistischen Partei in
der damaligen Sowjetrepublik Litauen. Nach der 1991
wiedererlangten Unabhängigkeit Litauens wurde er der
erste direkt gewählte Präsident. (03.07.2001)
Litauische
Landeswährung wird an Euro gekoppelt
Die litauische Zentralbank
hat entschieden, die Landeswährung Litas ab 2. Februar
2002 fest an den Euro zu koppeln. Seit 1994 war der Litas
fest an den US-Dollar gebunden. Der Zentralbankchef Reinoldijus
Sarkinas erklärte, daß die Umstellung der
logische Schritt im Integrationsprozeß Litauens in die
EU sei. Das zukünftige Verhältnis zwischen Litas und
Euro bestimmt der Devisenkurs der Europäischen
Zentralbank von Euro zu Dollar am 1. Februar 2002. Die
Währung des baltischen Nachbarlands Estland, die
estnische Krone, ist schon seit 1992 fest an die D-Mark
gebunden. Dadurch tat sich die estnische Wirtschaft
wesentlich leichter, sich nach der sowjetischen
Planwirtschaft in Richtung Westen umzuorientieren. Auch
deshalb gilt Estland als Musterkandidat für die EU. Nur
in Lettland sind die EU-Aspirationen noch nicht durch die
Währungspolitik untermauert. Der dortige Lat richtet
sich nach einem Währungskorb aus Dollar, Yen, Britischem
Pfund und Euro - entsprechend der virtuellen IWF-Währung
SZR (Sonderziehungsrechte). Der litauische Schritt steht
Lettland demnach noch bevor. (28.06.2001)
Balten verstehen
Bush-Rede als Zusage für NATO-Aufnahme 2002
Im Baltikum ist die
Warschauer Rede von US-Präsident George W. Bush
zur europäischen Sicherheitspolitik als Einladung zum
NATO-Beitritt für 2002 verstanden worden. Bush hatte an
der Warschauer Universität in einer Grundsatzrede
versichert, daß die USA jedem beitrittwilligen
europäischen Staat - "von der Ostsee bis zum
Schwarzen Meer" - das Recht auf NATO-Mitgliedschaft
zugeständen, der Zeitpunkt für die Erweiterung aber
noch nicht feststehe. (16.06.2001)
Verheugen sieht
Estland unter ersten Neumitgliedern der EU
Zu Beginn seines zweitägigen
Besuchs in Estland hat EU-Erweiterungskommissar Günter
Verheugen deutlich gemacht, daß Estland nicht
mehr dran zweifeln muß, bei der ersten Erweiterungsrunde
der EU berücksichtigt zu werden. Verheugen hat
entsprechende Äußerungen bei Gesprächen mit dem
estnischen Außenminister Toomas Ilves
und Parlamentspräsident Toomas Savi
gemacht und dabei insbesondere große Fortschritte in der
Gesetzesangleichung gelobt. Nach estnischer Darstellung
hat Verheugen den Abschluß der Verhandlungen über einen
EU-Beitritt Estlands für 2002 in Aussicht gestellt.
(19.04.2001)
Litauischer
Regierungschef bezweifelt Gefahr für EU-Arbeitsmarkt
Der litauische
Ministerpräsident Rolandas Paksas hat
am Donnerstag bezweifelt, dass aus den baltischen Staaten
nach der EU-Erweiterung Massen von Arbeitskräften auf
den westeuropäischen Arbeitsmarkt strömen. Auf einer
Pressekonferenz mit seinem estnischen Amtskollegen Mart
Laar sagte Paksas: "Die Einwohnerzahl aller
baltischen Staaten ist nicht sonderlich groß. Deshalb
sind wir keine Bedrohung für andere EU-Staaten".
Damit reagierte er auf einen Vorschlag der EU-Kommission
vom Vortag, die Freizügigkeit des Arbeitsmarkts
innerhalb der EU für die zukünftigen Neumitglieder aus
Osteuropa mit einer siebenjährigen Übergangsfrist zu
begrenzen. Einer solchen Regelung müssten auch die
Beitrittskandidaten während der laufenden Verhandlungen
zustimmen, betonte Paksas. In der Vergangenheit haben
baltische Politiker wiederholt die
Freizügigkeitsregelungen der EU als Grundwert
eingestuft, der bei einem Beitritt nicht beschnitten
werden dürfe. Beide Regierungschefs vereinbarten, ihre
Verhandlungstaktik in Richtung EU-Beitritt noch enger als
bisher zu koordinieren. Estland, Litauen und auch der
dritte baltische Staat Lettland hoffen darauf, bei der
ersten Erweiterung der EU 2004 berücksichtigt zu werden.
Insgesamt wohnen im Baltikum rund 7,5 Millionen Menschen.
(14.04.2001)

Putin traf lettische
Präsidentin Vike-Freiberga in Österreich
Der russische Präsident Wladimir
Putin ist zum Ende seines Besuchs in Österreich mit
seiner lettischen Amtskollegin Vaira Vike-Freiberga
zusammengetroffen. Vike-Freiberga habe Russland
vorgeschlagen, "einen Strich unter die Vergangenheit
zu ziehen, über alle Probleme zu sprechen und in die
Zukunft zu blicken", zitierte die Nachrichtenagentur
Interfax am Sonntag die lettische Präsidentin.
(11.02.2001)
Baltische Regierungschefs
wollen Zusammenarbeit verstärken
Die
Ministerpräsidenten Lettlands, Litauens und Estlands
haben eine verstärkte Zusammenarbeit ihrer Länder
angekündigt. Künftig wolle man die Bemühungen um einen
baldigen Beitritt zur Europäischen Union (EU) und NATO
enger koordinieren, sagte der lettische Regierungschef Andris
Berzins auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
seinen baltischen Amtskollegen. Die Errichtung eines
gemeinsamen Energiemarktes, Fernstraßenverbindungen und
die Vereinfachung der Grenzübergänge seien weitere
Themen der zweitägigen Konsultationen des Baltischen
Rates gewesen. "Solche gemeinsamen Projekte werden
nicht nur in der EU aufmerksam bemerkt", sagte der
litauische Ministerpräsident Rolandas Paksas. Der
estnische Ministerpräsident Mart Laar erklärte,
vor allem in Sachen Nato-Erweiterung müsse man die
eigenen Aktivitäten und die politische Sprache
koordinieren. Die baltischen Staaten hätten "in
ihrer Geschichte noch nie so eng kooperiert". Laar
betonte, dass die Erweiterung der NATO nicht allein eine
politische Entscheidung sei, sondern "von unseren
Anstrengungen abhängt". Um die alten
Mitgliedsstaaten zu überzeugen, müsse man ein
"gemeinsames Konzept" vorlegen. (09.02.2001)
Lettland hofft auf
NATO-Beitritt bis 2002
Lettland hofft auf
einen Beitritt zur NATO bis zum Jahr 2002. Dies machte
die lettischen Präsidentin Vaira Vike-Freiberga im
Europarat in Straßburg deutlich. Ihre Regierung habe aus
der Umgebung des neuen US-Präsidenten George W. Bush
entsprechende Zusicherungen erhalten, sagte
Vike-Freiberga . Daher gehe sie davon aus, dass die USA
eine Aufnahme Lettlands in das Bündnis unterstützen
werden. "Wir hoffen, dass wir bei der 2002 geplanten
nächsten NATO-Erweiterung dabei sind", sagte die
Staatschefin. Bis Anfang 2003 wolle ihre Regierung
außerdem die Aufnahmeverhandlungen mit der Europäischen
Union abgeschlossen haben. (23.01.2001)
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(Meldungen seit Juni 1999)
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